Reiseerinnerungen: Unsere Reise durch Süditalien

Sonnenuntergang in Agropoli
Wir sind zum ersten Mal mit amavido verreist – und es war sicher nicht das letzte Mal. Uns hat besonders gefallen, wie persönlich sich die Gastgeber um uns gekümmert haben:

Alle waren mit Mobilnummer auch für kurzfristige Absprachen über Aktivitäten immer erreichbar. Vincenzo in Agropoli in Süditalien war sich nicht zu schade, uns auch noch nach Mitternacht zu sich zu lotsen, nachdem wir sein Hauses nicht sofort finden konnten. Es gab leckere Sandwiches, so dass wir uns nach der langen Anreise noch etwas stärken konnten. Dann führte er uns zu unserem Zimmer: eine modern und gemütlich eingerichtete, frisch renovierte Perle mit direktem Blick auf den Hafen und herrlicher Umgebung, inklusive ein paar netter Kneipen.

Blick auf die Piazza in AgropoliBlick auf Agropolis Hafen

Süditalien: Sonnenuntergänge und Küstenzauber im Cilento

Abends erlebten wir vom Balkon aus unvergessliche Sonnenuntergänge mit Blick bis zur Amalfi-Küste am Horizont. Vincenzo ist ein begnadeter Koch, er zauberte uns vor allem an unserem Hochzeitstag – offenbar hatte er einen kleinen Wink bekommen – in seinem Restaurant, das bei Einheimischen sehr beliebt scheint, ein unvergessliches, mehrgängiges Fischmenü, darunter Tigergarnelen aus der Region oder selbst eingelegter Thunfisch, so schmackhaft, wie wir ihn noch nie hatten.

 Abendstimmung am Hafen AgropolisAperitivo auf dem Balkon

Dazu passender Wein aus dem Cilento. Vincenzo ist auch Sommelier und kennt sich bestens aus mit den guten Bio-Tropfen des Cilento, den wir von Agropoli als Basis gut erkunden konnten: Ausflüge entlang der Küste nach Castellabate, den “Benvenuti al Sud-“Drehort, oder zum Wandern in den Nationalpark standen bei uns auf dem Programm. Der Cilento erscheint uns insgesamt als eine Region, die zu unrecht im Schatten der bekannteren Amalfi-Küste steht, punktet mit bergiger, grüner Natur und bietet eine vergleichsweise hohe Zahl an biologisch und nachhaltig arbeitenden Betrieben.

Küstenstraße in der SonneHistorische Stätte von Paestum

Landschaft mit Olivenbäumen und Bergen im HintergrundIdyllische cilentanische Natur

 Süditalien, nächster Stopp: Gründerhaus in Kalabrien

Das amavido-Gründerhaus in Longobardi (bitte im Navi das richtige Longobardi eingeben 😉 ist in der Tat nicht einfach zu finden. Gastgeber Domenico hatte uns aber vorgewarnt, stand zum verabredeten Zeitpunkt an einer Durchgangsstraße und zeigte uns den Weg. Wir waren die ersten Gäste in dem Haus, das die amavido-Gründer in den Vormonaten mühevoll renoviert hatten. Der Aufstieg vom Parkplatz ist etwas steil, aber nicht allzu weit. Das Haus selbst war noch etwas roh und wird wohl Stück für Stück noch weiter eingerichtet. Es ist innen komplett in weiß getüncht, zweistöckig, bietet Küche, Gemeinschaftsraum, zwei Bäder und ein Schlafzimmer mit gemütlichem Bett. Nach hinten raus genießt man einen weiten Blick über die Küste.

 

Böötchen auf dem Meer in KalabrienBesuch in Pizzo, Kalabrien

 

Man befindet sich in Longobardi ein paar hundert Höhenmeter über dem Meer. Noch weiter oben und knapp 10 Autominuten entfernt liegt Vibo Valentia, ein echter Geheimtipp, auch zum Einkaufen. Wir können fürs abendliche Ausgehen unbedingt das Ende 2015 eröffnete Tribeca empfehlen, ein echter Hipster-Place mit freundlich-kompetentem Personal, stylishem Interieur, gemütlichen Außenplätzen und exzellentem Essen: Die frischen Burger scheinen beliebt, wir können aber auch hier vor allem die originell präsentierten Antipasti und den Fisch loben. Dazu Craft-Bier, Cocktails, Whisky… und einen Besitzer, der wohl ein echter Musikfreak ist und quasi wöchentlich Spotify-Playlisten erstellt, die dann im Tribeca laufen. Klasse!

Bemalte Häuser in süditalienischem DorfCafé Tribeca in Vibo Valentia

Ansonsten eignet sich Longobardi bestens als Basis für Ausflüge zum berühmten Capo Vaticano mit seinen umliegenden Stränden, an denen wir Ende Oktober tatsächlich noch chillten, und dem pittoresken Tropea, das zum Bummeln in der abendlichen Dämmerstunde einlädt. Wir waren zwei Nächte im Gründerhaus – zu wenig, wir kommen wieder!

  Stimmungsvoller Blick auf kalabresische Küste Verwunschener Weg durch das kalabresische Sila-Gebirge

Diese zwei Buchungen über amavido waren für uns ein erstes Reinschnuppern, wir sind begeistert. Vor allem von dem Slow-Travel-Konzept, das Arbeiten mit dem persönlichen Charme von Gastgebern, die alle ein ganz besonderes “Feature” haben: Man kann mit den Leuten aufs Land fahren, ihnen bei der Ernte helfen, mit ihnen wandern oder eben, wie bei Vincenzo in Agropoli, ihre Küche genießen. Hinzu kommt, dass man dabei in wunderschöne ländliche Regionen kommt, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Prima, denn Italien hat weit mehr zu bieten als Florenz, Venedig und Rom.

Noch ein Wort zum Abschluss: Einer von uns Reisenden beherrscht die italienische Sprache, was die Kommunikation natürlich erleichtert. Einen Test unter Fremdsprachen-Bedingungen konnten wir nicht machen.

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