Unser Jahr 2015 im Rückblick: Über Träume und das Zusammenfließen von Visionen

Team amavido

2015… ein ganz schön turbulentes und buntes Jahr! Wenn wir es mal Revue passieren lassen, da kommt schon so Einiges zusammen!

Zu Beginn des Jahres waren wir uns eigentlich gar nicht so im Klaren, was alles mit dem Aufbau eines Start-ups zusammenhängt. Man hat zwar eine Vorstellung von dem, was sein soll. Wie es aber umzusetzen ist, erfährt sich nur durchs Ausprobieren und dran wachsen. Wir haben zumindest das Gefühl, dass sich der Berg vor uns langsam verkleinert und wir dadurch immer ein Stück weiter an unsere Vision heranrücken. Oftmals mussten wir uns aber die Fragen stellen, was wir eigentlich wollen, wer wir zusammen sind, was in uns steckt, was wir erwarten dürfen. Diese Fragen sind natürlich nie aus der Welt. Sie kehren immer wieder zurück, helfen uns aber dabei, amavido zu etwas zu formen, das unserer inneren Vorstellung entspricht.

Was ist nun alles in 2015 passiert?

Im Juli waren wir zu Gast bei dem wunderschönen Coffi-Festival in Berlin. Hier drehte sich alles um italienische Kunst. Wir nutzten natürlich diese Gelegenheit und wollten amavido mal unter die Leute bringen. War ganz schön spannend, was da herauskam. Jeder brachte seine Kunstwerke zum Besten, es gab selbstgemachtes Essen, hier saßen Leute auf der Terrasse, dort unterhielt man sich, alles begleitet von Livemusik und leckerem Geruch von Essen in der Luft. Einfach sehr gemütlich und herzlich. Zwischendurch konnte man immer mal hier und dort reinschauen um zu sehen, was Künstler, Tänzer und Filmemacher kreiert haben. Alles in allem einfach spitze! Die Offenheit und die Neugier der Leute war vor allem bemerkenswert. Im Rückblick hatten wir ab dann den Eindruck, dass wir nicht alleine da stehen mit unserem Traum, auch andere begeisterten sich für unsere Idee. 

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Als Nächstes machten wir uns Anfang September auf zur Startup-Night in Berlin. Und auch hier: Viele positive Rückmeldungen. Spätestens da dachten wir, dass es Zeit ist, mit amavido durchzustarten.

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Gesagt, getan. Nach und nach konnten wir immer mehr Gastgeber in unserer amavido-Familie willkommen heißen und sind dabei insgeheim natürlich erstaunt, wie schnell so ein Projekt innerhalb eines Jahres wachsen kann. Ein paar der Familien  lernten Dominik, Oliver und Markus im Mai auch schon persönlich kennen. Wieder zu Hause angekommen, wurde uns bewusst, dass die Menschen in Italien dieselbe Vision haben wie wir. Das bedeutet natürlich auch, dass wir immer mehr erfassen, welche Verantwortung damit zusammenhängt. Wir hoffen, dass es uns gelingt mehrere Visionen verstehen zu lernen, um sie danach in etwas Lebendiges zusammenfließen zu lassen. Schritt für Schritt näher zum Traum hin.

Im Oktober war es dann auch soweit: Die ersten Gäste machten sich auf die Entdeckungsreise. Die COFFI-Gewinnerin Maike verbrachte ein Wochenende bei den Valleris, wo sie bei einem ihrer legendären Abendessen dabei waren. Auch Marina und ihr Vater besuchten die Familie und erzählten uns vom leckeren, selbstgemachten Honigwein und den cilentanischen Spezialitäten, die sie bei Vincenzo kennenlernen durften.

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Bei unserem Vorhaben sind wir nicht alleine unterwegs. Glücklicherweise haben wir viele tolle Leute im Boot. Lucia, unsere Powerfrau ist zum Beispiel fleißig in Italien unterwegs und gibt uns immer wieder Input, der uns wieder auf den Boden bringt. Sie ist seit Jahren mit den Dörfern vor Ort vertraut, kennt die Leute und weiß, wie die Dörfer miteinander verbunden sind. Sie ist oftmals verwundert, was viele Menschen unter “italienischer Lebenskunst” verstehen und möchte gerne zeigen, was es noch so zu entdecken gibt. Wie sie so schön beschreibt, hat das Leben in italienischen Dörfern etwas Magisches. Es ist, als herrsche dort eine ganz andere Art zu leben. Sie sieht, wie notwendig es ist, den eigenen Fokus auf die Dinge zu schärfen. Nur so sähe man den Zauber hinter allem. Insbesondere den, der durch ein wenig Achtsamkeit eine Sicht eröffnet, die einen hautnah spüren lässt, was es heißt mit der Umwelt und Kultur verwoben zu sein.

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Natürlich sind wir uns auch bewusst, dass wir alle verschiedene Vorstellungen haben, wie etwas zu machen ist. Wir haben aber gelernt, uns auch viel Raum zu lassen und uns gegenseitig zu ergänzen. Schließlich wollen wir am Ende ein dynamisches Team bilden, das verschiedene Ideen und Interessen vereint. Wir wissen, dass sich Probleme nicht völlig ausschließen lassen. Was die Entfernung betrifft, könnten wir uns beispielsweise etwas Leichteres vorstellen. Zurzeit sind wir noch darauf angewiesen, die Teamgespräche über Skype zu regeln. Lucia arbeitet von Italien aus und die anderen verteilen sich auf Berlin und Koblenz. Was die Arbeitsweise anbelangt, haben wir aber mit der Zeit gelernt, uns einfach auf unsere Intuition zu verlassen. Es gibt immer vieles zu beachten – oft kommen auch Zweifel auf oder wir sind uns nicht sicher, wie man an etwas herangeht. Arbeit geht nun mal durch den ganzen Körper. Das kann dann auch mal weh tun. Wir denken aber nicht, dass das etwas Schlechtes ist oder dass es ein Grund ist, von unseren Träumen Abstand zu nehmen. Gerade sowas muss sein, damit wir daran wachsen. Wir formen nicht nur amavido, sondern amavido formt auch uns.

Für das Jahr 2016 wünschen wir uns, dass mit unserer Crowdfunding- Kampagne auf Startnext, die am 22. Februar beginnt, noch viele Menschen auf amavido aufmerksam werden. Es gibt sicherlich noch viele Anregungen und Ideen, die es umzusetzen gilt! Wir würden uns auch freuen, wenn wir dabei auf neue Menschen und Ideen stoßen, die Lust haben, an amavido mitzuwirken. Wir sind immer offen und hoffen auf viel Rückmeldung!

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Wir freuen uns auf das neue Jahr und sind froh, dass ihr uns bei unserer Reise begleiten wollt. Wohin der Weg gehen wird, wird sich zeigen. Wir sind zuversichtlich und konzentrieren uns darauf, wie wir persönlich gerne die Welt gestalten wollen. Es gibt noch viel zu erfahren, auszuprobieren, zu lernen. Wir sind gespannt.

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